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Indische Mytologie, die Kabbala und das Tarot

In der indischen Mytologie gibt es einen Gott namens Dattatreya. Er ist ein Gott der Dreifaltigkeit, Brahma (Schöpfer), Vishnu (Erhalter) und Shiva (Zerstörer). Dieser männliche Gott herrrscht aber nicht alleine, ihm sind Göttinnen zugeordnet. Zu Brahma gehört Saraswati, zu Vishnu, Laksmi und zu Shiva Parvati. In Notzeiten wandelt sich Parvati in Durga und wird es ganz schlimm, erscheint sie als Kali, der dunklen, Zornesseite von Durga.

Die Kabbala kennt Kether, das große Nichts, indem alles in Reinform (heißt unvermischt), im Ursprung, als Idee vorhanden ist. Diese Vielfalt und Einheit fließt nach Chockmah (männlich), der die Idee als Impuls an Binah (weiblich) weitergibt. Sie gebährt Chesed (männlich), der wiederum durch Geburah ausgeglichen wird. So windet sich die Idee den Lebenbaum herunter bis sie in Malkut auf der Erde angekommen ist. Die Idee ist manifestiert.

Was auch hier deutlich wird, das Männliche (der Impuls) braucht die Hingabe des Weiblichen. Der Impuls mit der Befruchtung gleich gesetzt, braucht das empfangende Weibliche. Das gebährende Weibliche in der Hingabe, brauch den Schutz des Männlichen in seiner Barmherzigkeit und Weisheit. Die Verbindung von männlichen und weiblichen Energien und Eigenschaften gibt die Einheit. Darin spiegelt sich Kether, Gott, die Idee solange bis es auf der Erde angekommen ist. Die Einheit von männlichen und weiblichen. Hier ist die Parallele zur indischen Mytologie. Die Entsprechung und Ergänzung des männlichen und des weiblichen.

In der Kabbala gilt die linke Säule der Strenge und der Form als die negative weibliche Säule. Während die rechte Säule der Gnade und der Barmherzigkeit, die positive männliche Säule ist. Warum ist die weibliche Seite die Harte, negative Seite? Weil Binah mit der Geburt das Leben terminiert. Denn alles was geboren wird, muss auch sterben. Sie dient mit Hingabe Gott. Aber wie kann sie den Schmerz und die Schuld ertragen? In Liebe zu empfangen, unter Aufwand und Aufgabe ihres Lebens zu gebären um dann erkennen zu müssen, das sie das Kind mit dem Tage seiner Geburt zum Tode verurteilt hat. Sie kann ihr Kind nicht schützen, es muss den Weg des Lebens gehen. Sie kann nur Trost und Hoffnung in Gott suchen und ihre Kinder ihm empfehlen. Ist das Leben gnädig und barmherzig sieht sie ihre Familie wachsen und muss nicht das Leiden und Sterben eines Kindes erleben. Sie wird jeden Schmerz ihres Kindes als den ihrigen erleben. Sie versucht zu lenken, zu schützen, zu fördern und zu verhindern. Sie kämpft (Geburah) um ihr Kind und verletzt sich doch immer nur selbst. Fühlt sie in der Situation Gottes Gnade, die rechte, die männliche, die Säule der Gnade und der Barmherzigkeit und der Erweiterung, dann bleibt sie Eva. Wenn nicht dann wird sie sich an Lilith erinnern und damit die Zerstörung und den Hass (= Kali= Parallele zur indischen Mytologie) leben.

Wenn ihr keine Achtung und Respekt entgegengebracht wird, zerstört sie alles, sich selbst mir eingeschlossen, gnadenlos.

Alle Extreme brauchen einen Ausgleich. Die Verbindung, die Mäßigkeit (wie auch eine Karte im Tarot mit gleichem Thema genannt wird) ist im oberen Dreieck, ist der Ausgleich die geheime Sephiroth Da´ath, auf der Weisheit und geheimes Wissen vermittelt wird. im zweiten Dreieck, die Sephirtoth Tiphereth, das Opfer. Und schließlich das untere Dreieck, die Sephiroth Yeshod, in der Wissen und Illusion überprüft werden. Das bedeutet eine Prüfung auf Realitätstauglichkeit.

In Zeiten der Ausschweifung und der Not spaltet sich Parvati in Durga und schließlich in Kali auf. Mit dem Ziel die Missstände und das Ungleichgewicht zu lasten einer Seite auszulöschen.

Die Nichtachtung des Weiblichen ruft Kali auf den Plan.

Jesus Christus, der mit der Sephiroth Tiphereth in Verbindung gebracht wird, weil er als Opfer die Sünde Erbesünde von Eva erlöste, verneigt sich vor seiner Mutter, vor ihrer Hingabe, ihrem Leid und beruhigt und befriedet damit Lilith oder Kali.

Die indische Mytologie, wie die Kabbala versinnbildlichen einen inneren und einen äußeren Prozess eines Menschen oder seiner Menschwerdung. Jeder Mensch hat einen göttlichen Funken (Kether, Dattatreya) in sich. Jeder Mensch muss einen Ausgleich zwischen seiner weiblichen (Anima) und seiner männlichen (Animus) Seite finden. Genauso wie er einen Ausgleich zwischen seinen gegensätzlichen Persönlichkeitsanteilen finden sollte. Weil er sonst sich Selbst und sein Leben zerstört. Der Ausgleich besteht in Annahme durch Weisheit, in Liebe und Vergebung für sich selbst und in Mäßigkeit seiner Extreme. Respekt für sich selbst, Achtung vor sich selbst, Selbstliebe und Vergebung sind die Mittel die in diesem Prozess helfen.

Erlösung, von Kali, von unserer Selbstzerstörung und unserem Selbsthass, liegt in uns selbst, durch die o.g. Mittel. Innerer Friede wird sich auch im Außen manifestieren.

Und genau das muss auch für das außen, für diese Welt passieren. Innen wie Außen, Oben wie Unten. Innere Friede zieht den im Außen nach und manchmal, wenn wir Glück haben finden wir friedvolle Orte, an denen unsere Inneres heilen kann. Aber selbst dann kommen wir um eine Verinnerlichung nie herum. Das Tarot zeigt im großen Arkanum den Prozess der Kabbala von Kether beginnend bis zu Malkut und wieder zurück zu Kether. Aber das ist eine andere Geschichte, die an anderer Stelle erzählt werden soll.



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